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Joachim Widder
Joachim Widder

Corona Pandemie
FAQ – häufig gestellte Fragen zur Strahlentherapie/Radiotherapie

Allgemeines
Unsere Klinik ist besonders gefährdet durch das Virus, da tägliche Anwesenheit der Patient*innen über eine lange Zeit (bis zu 7 Wochen) für die Durchführung der Bestrahlung notwendig ist. Eine Gefährdung besteht von zwei Seiten:

  1. Durch COVID von Patient*innen selbst, hier vor allem alte und immungeschwächte Menschen, was auf einen Teil unserer Patient*innen zutrifft. Viele haben mindestens eine schwere Begleiterkrankung (z.B. Herzerkrankungen, Diabetes, chronische Lungenerkrankungen) zusätzlich zu ihrer Krebserkrankung. 
  2. Durch Infektion mit SARS-CoV-2 (und eventuell Erkrankung) von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen mit nachfolgend nötiger Quarantäne und Ausfall der Mitarbeiter.

Wichtige Kontaktadressen für Patienten

ANMELDUNG zu einer STRAHLENTHERAPIE:
Ausschließlich telefonisch 40400-27230 (Ambulanzsekretariat).
Liebe Patient*innen: Bitte kommen Sie keinesfalls persönlich zur Leitstelle 3B der Strahlentherapie, um sich einen Gesprächstermin zu vereinbaren.

Fragen zu Nachsorgeterminen, Befundbesprechungen, etwaiger Verschiebung einer Strahlentherapie oder anderen Punkten, die Ihre geplante, laufende, oder bereits abgeschlossene Strahlentherapie betreffen: 40400-76780: wir notieren Ihre Telefonnummer und Ihr Anliegen und Sie werden von Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt am selben oder spätestens am folgenden Tag zurückgerufen. - Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Sie nicht direkt mit den Ärzten verbinden können.

Was soll ich tun, wenn ich unter Fieber, Husten, Kratzen im Hals, oder anderen grippe-artigen Symptomen leide?

Bitte informieren Sie uns unbedingt vorab (Telefon 40400-76780), falls Sie unter Fieber oder Allgemeinsymptomen einer Infektion (Kratzen im Hals, Husten, Schüttelfrost) leiden. Ebenso bitten wir um Information, wenn einer Ihrer Angehörigen diese Symptome aufweist. Wir müssen dann sehr genau nachfragen, ob bei Ihnen oder Ihren Angehörigen Zeichen einer Coronavirus-Infektion bestehen. Wir werden dann entscheiden, wie im Einzelfall zu verfahren ist. Bitte Bedenken Sie, dass im Falle einer Coronavirus-Infektion bei Ihnen oder Ihren Angehörigen der Betrieb unserer Klinik und auch von anderen Teilen des AKH bedroht sein könnte.

Wer muss sich einem Test unterziehen?

Bei allen Patient*innen, die an unserer Klinik stationär aufgenommen oder ambulant behandelt werden, werden Nasen-Rachenabstriche durchgeführt und auf SARS-CoV-2 getestet. Dadurch wird die Patienten- und Mitarbeitersicherheit weiter erhöht.
Ausnahmen davon sind kurze Kontrollen oder Erstvorstellungen (bei Abstand über einem Meter). Falls jedoch Verdacht auf eine Infektion vorliegt, wird auch in solchen Fällen ein Test durchgeführt.

Wird meine Bestrahlung begonnen oder verschoben?

Falls Sie bereits einen Termin für eine Behandlung haben und dieser verschoben werden muss, werden Sie von uns telefonisch informiert.
Eine bereits begonnene Strahlentherapie wird nach Möglichkeit auch während der Corona-Pandemie nicht unterbrochen werden. Ausnahmen betreffen z.B. Patient*innen, deren Allgemeinzustand sich während einer Bestrahlung deutlich verschlechtert (z.B. durch eine Lungenentzündung), sodass eine Fortsetzung nicht möglich ist. Solche Fälle sind selten. Manchmal kann es auch möglich sein, die Strahlentherapie abzukürzen, also in weniger Sitzungen als zuerst geplant durchzuführen.

Muss ich meine Strahlentherapie wegen der Corona-Pandemie verschieben oder abbrechen?

Allgemein gilt, dass bei Patienten mit einem bewiesenen Corona-Virus Befall (also positiver Test) individuell entschieden werden muss, ob die Strahlentherapie (weiter) durchgeführt werden kann oder nicht. Dies wird gemeinsam mit der Hygienekommission (AKH/MedUni) und der ärztlichen Direktion entschieden. Dabei muss die Gesamtsituation der Patientin/des Patienten bedacht werden, insbesondere das Vorliegen eines kurativen (heilenden) Ansatzes der bösartigen Erkrankung. Auch der Allgemeinzustand der Betreffenden/des Betreffenden muss bedacht werden. Falls nötig, müssten diese Patienten gesondert und unter extremen hygienischen Bedingungen behandelt werden.

 "Ich bin Krebs-Patientin und habe schon einige von insgesamt 28 Bestrahlungen bekommen. Was passiert, wenn ich wegen Corona (Quarantäne oder Schließung der Strahlentherapie-Einheit) die nächsten Bestrahlungen nicht bekommen kann? Ich habe große Angst, dass es mir schadet."

Bei einigen Krebserkrankungen setzen Ärzte die Strahlentherapie oft in primär heilender Absicht ein (kurative Therapie). Die Universitätsklinik für Radioonkologie wird Therapien, die in der Absicht zur Heilung der Krebserkrankung begonnen werden, auch bei Engpässen wie Personalmangel und Quarantänemaßnahmen möglichst komplett und mit so wenig wie möglich Unterbrechungen durchführen.

Strahlentherapie in Kombination mit Chemotherapie

Bei Patient*innen in gutem Zustand und nicht zu hohem Alter (keine strikte Grenze; dies hängt auch von Begleiterkrankungen ab) wird in manchen Situationen begleitend zur Radiotherapie oft eine Chemotherapie oder Antikörpertherapie gegeben. Das Risiko einer Coronainfektion muss für Patienten, die zusätzlich eine Chemotherapie erhalten, jedoch sehr gut abgewogen werden. Es ist möglich, dass daher in manchen Fällen in Ihrem Interesse auf eine begleitende Therapie zur Bestrahlung verzichtet werden muss.
Da der Anteil an der Wirkung der Strahlentherapie im Vergleich zur Chemotherapie oder Antikörpertherapie im Durchschnitt etwa 10-fach höher ist, wird durch den Verzicht auf die Chemotherapie die Gesamtwirkung nur um einen geringen Anteil eingeschränkt. 

Kann es zu Einschränkungen des Betriebes kommen?

Um das Risiko von Infektionen sowohl von Patient*innen wie auch des Personals zu verringern, wurden gezielte Einschränkungen des Behandlungsbetriebs durchgeführt.

  • Gutartige (entzündliche, degenerative) Erkrankungen werden bis auf Weiteres nicht bestrahlt. Bei bösartigen Erkrankungen (Krebserkrankungen) wird auf individueller Ebene entschieden, ob eine Verschiebung des Behandlungstermins nötig und möglich ist.
  • Nachsorge-Untersuchungen werden bevorzugt verschoben oder telefonisch durchgeführt.
  • Routinekontrollen während der Bestrahlung werden auf das absolut notwendige Mindestmaß reduziert, sie können teilweise auch telefonisch stattfinden. 

Welche weiteren Maßnahmen wurden eingeführt?

Alle Maßnahmen dienen dem Schutz unserer Patient*innen:

  1. Angehörige von Patienten kommen nicht ins AKH mit, und wenn ja, dann nur in sehr eingeschränkten Ausnahmesituationen, z.B. Eltern von Minderjährigen oder in Begleitung von Patienten, die nicht selbständig mobil sind.
  2. Patienten, die nicht unter Behandlung stehen, kommen nicht an die Klinik; sie werden so gut wie möglich telefonisch von Ärzten kontaktiert.
  3. Die Wartezeit von Patienten an der Klinik wird auf das absolute Minimum reduziert. Der Abstand zwischen den Patienten und zwischen Patienten und Personal soll immer (wo möglich) über einen Meter betragen.
  4. Wir bitten Sie, das AKH auch umgehend und so schnell wie möglich nach Ihrer Behandlung wieder zu verlassen.  

Muss ich zu bereits vereinbarten Routinekontrollen kommen?

Nicht unbedingt notwendige Kontrollen werden ausgesetzt und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Sie werden von uns telefonisch kontaktiert. Wir bitten Sie, falls Sie bereits vereinbarte Termine innerhalb der nächsten zwei Monate haben, die oben angeführten Telefonnummern zu kontaktieren.

Univ. Prof. Dr. Joachim Widder
Klinikleiter, mit dem gesamten Team der Universitätsklinik für Radioonkologie

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